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Der Inka Trail Machupicchu

25. Juni 2001 - Start zum Inkatrail
Gemeinsam mit unserer Wandergruppe (organisiert über INKA WASI) starten wir nach einer ca. zweistündigen Busfahrt beim Kilometer 88 - Q´oriwayrachina (2580 m ü.NN).

42 Kilometer liegen vor uns.
Nach dem Eintritt in den Machupicchu-Nationalpark (Gebühr 17 US$) überqueren wir den Urubamba mit Hilfe einer Hängebrücke, weiter vorbei an den Ruinen von Llaqtapata in Richtung Jatunchaca bis Wayllabamba.
Nach dem ersten anstrengenden aber wunderschönen Tag übernachten wir oberhalb dieses letzen Bergdorfes.

26. Juni 2002
Gut gestärkt vom erholsamen Schlaf und guter Verpflegung machen wir uns an den übelsten Teil des Trails, den 6 Kilometer langen Aufstieg zum "Pass der Toten Frau".
Vorbei an Bergwiesen steigt der Weg sehr steil an, unregelmäßige Stufen erschweren das Gehen.
Ringsherum Bergurwald, mit Bromelien bewachsenen Bäumen, an denen Flechten herabhängen. Das Atmen wird merklich schwerer.
Beim Blick zurück, sieht man weit in das bereits durchwanderte Tal.
Im Hintergrund ragen schneebedeckte Gipfel auf - eine atemberaubende Kulisse und ein Genuss während der notwendigen kurzen Zwischenstopps.
Doch der Weg nach oben zieht sich unendlich...

Ein erhebendes Gefühl - 4200m üNN - unser höchster gemeinsam erklommener Punkt.
Hinter uns das Tal von Wayllabamba, vor uns der nächste Pass und das wilde Tal des Rio Pacaymayu.
Über grobes Pflaster und Stufen zieht sich der Trail gut 600 Höhenmeter steil bergab zum "Fluss des Sonnenaufgangs".

Auf 3590 m üNN wartet unser Mittagscamp und etwas Entspannung, doch leider noch kein Ende des Wandertages. ... und weiter geht's (zur Abwechslung mal wieder bergauf) ...
Wir besuchen, den für die Inka-Architektur ungewöhnlichen Rundbau von Runkuraq`ay (3700m üNN).
Stützpunkt/Wachposten oder Tempel, da sind sich die Geschichtsschreiber wohl nicht ganz einig.
Die Beine werden langsam schwerer und es beginnt auch noch zu regnen. Kräftezehrend geht es bergauf und bergauf.

Auf 3830 m üNN warten zwei kleine Lagunen und unser Nachtlager - Oochapata. Es ist gerade mal 19.00Uhr als sich die Reisverschlüsse unserer Schlafsäcke schließen.
Die Nacht wird hier kalt, Schneefall inklusive.
Irgendein Huftier schnüffelt während der nacht vor unserem Zelteingang herum.

Zur Toten Frau

Auf der toten Frau


27.Juni 2002
Wir erklimmen kurz nach dem Aufbruch den zweithöchsten Punkt des Wanderweges bei 3900m üNN , den Runkuraq`ay Pass.
Unser Blick schweift über die scheebedeckte Cordillera Vilcabamba.

Der Trail führt an der Festung Sayaqmarca vorbei, die auf einem Bergvorsprung thront.
Herrliche Umgebung mit Bergurwald, schönen Orchideen, Farnen, Bärlappen laden zu einer Rast ein.
Knut: quält sich mühsam mit Rucksack, Hoehenkrankheit und einer beginnenden Rache Montezumas über den dritten Pass (3620m üNN). Während der Mittagspause schlägt Montezuma dann voll zu und den Rest des Weges legt Knut in der einzigen Ersatzhose, der Fleeceunterhose (Held in Feinstrumpfhose J), zurück.

Unser Tagesziel ist das Centro de Vascciones und mit 3 weiteren Stunden Fußmarsch zu erreichen (Gruppenfoto).
Hier gibt es die Möglichkeit in einer überfüllten Kneipe Bier und Hamburger zu bestellen.

Unterwegs kann man auf die beeindruckenden Ruinen von Wináywayna im Tal herabsehen. Die Anlage besitzt viele ehemalige Wohnhäuser und Bäder, sowie eine Terassenanlage. Vieles ist vom Urwald überwuchert.
Wie gut, dass dort wieder das kuschelige Zelt auf uns wartet.


28.Juni 2002 Der große Tag - Machupicchu
Aufstehen: 4 Uhr, 2 Stunden Marsch, die letzten sehr angenehmen 7 Kilometer Trail.

Mit geringen Höhenunterschieden geht es an einer Bergflanke des Urwaldes entlang.

Der letzte große Kraftakt - die Stufen hinauf zum Sonnentor (Intipunku) und dann Machupiccu.

Wir genießen den nur dreiminütigen Sonnenaufgang - Sensacion!

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